* Der Preis stammt aus einer Beta-Version und ist nicht offiziell bestätigt. Es könnte sich um einen Platzhalter handeln.
WhatsApp war bisher komplett werbefrei – das ändert sich bald. Meta plant, Werbung im beliebten Messenger einzuführen. Wer keine Anzeigen sehen möchte, soll künftig ein kostenpflichtiges Abo abschließen können. Meta hat gegenüber TechCrunch bestätigt, dass Premium-Abos für WhatsApp, Instagram und Facebook getestet werden. Wir erklären dir, was bisher bekannt ist und welche Alternativen du hast.
Wichtig zu wissen
Die Werbung erscheint nur im Status-Bereich von WhatsApp. Deine privaten Chats bleiben nach aktuellem Stand werbefrei – egal ob du zahlst oder nicht.
Was plant Meta mit WhatsApp?
Meta testet derzeit Werbung im WhatsApp-Messenger. Das Unternehmen möchte neue Einnahmequellen erschließen, nachdem WhatsApp seit der Übernahme 2014 kaum Geld eingebracht hat. Die Umstellung soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.
WhatsApp Abo: Was wissen wir bisher?
In der Beta-Version von WhatsApp wurde ein Abo-Preis von rund 4 € pro Monat gesichtet. Ob dieser Preis final ist oder nur ein Platzhalter, ist unklar. Meta hat bisher keinen offiziellen Preis genannt.
Nicht bestätigt
Der Preis von ~4 €/Monat stammt aus einer Beta-Version (Quelle: WABetaInfo). Meta hat lediglich bestätigt, dass Premium-Abos getestet werden. Der finale Preis könnte abweichen.
Mögliche Kosten (falls ~4 €/Monat)
| Zeitraum | Mit Werbung | Ohne Werbung (Abo)* |
|---|---|---|
| 1 Monat | 0 € | ~4 € |
| 1 Jahr | 0 € | ~48 € |
| 5 Jahre | 0 € | ~240 € |
* Preis nicht offiziell bestätigt
Unsere Einschätzung
Da die Werbung nur im Status erscheint, ist das Abo für die meisten Nutzer wahrscheinlich überflüssig. Wer den Status-Bereich kaum nutzt, wird die Werbung kaum bemerken. Anders sieht es aus, wenn du täglich viele Status-Updates anschaust.
Warum führt Meta jetzt Werbung ein?
Die WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton lehnten Werbung ursprünglich strikt ab. Das war sogar ein Kernversprechen der App. Nach dem Verkauf an Facebook (heute Meta) für 19 Milliarden Dollar verließen beide Gründer das Unternehmen – unter anderem wegen Meinungsverschiedenheiten über Werbung und Datenschutz.
Gründer versprechen: Keine Werbung, nie.
Übernahme für 19 Milliarden Dollar.
Streit über Werbung und Datenschutz.
Status-Werbung und Abo-Modell kommen.
Mit weltweit 1,5 Milliarden aktiven Nutzern ist WhatsApp eine riesige Plattform. Meta erwartet durch die Werbung jährliche Einnahmen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar.
WhatsApp-Alternativen im Vergleich
Falls dir Werbung in WhatsApp nicht gefällt, gibt es einige Alternativen. Wir vergleichen die wichtigsten Messenger für dich.
Signal
Privatsphäre-Champion
Telegram
Feature-König
Threema
Swiss Made
RCS / iMessage
Standard-Messaging
Messenger-Vergleich auf einen Blick
| Messenger | Preis | Werbung | E2E-Verschlüsselung | Open Source |
|---|---|---|---|---|
| WhatsApp (ab 2026) | 0 € oder ~4 €/Mon.* | Ja (Status) | Ja | Nein |
| Signal | Kostenlos | Nein | Ja | Ja |
| Telegram | Kostenlos | Teilweise | Nur Secret Chats | Teilweise |
| Threema | 5,99 € einmalig | Nein | Ja | Ja |
| RCS | Kostenlos | Nein | Ja (bei Google) | Nein |
So kannst du dich vorbereiten
Abwarten und beobachten
Die Werbung kommt erst Ende März 2026. Bis dahin kann sich noch einiges ändern. Vielleicht wird das Abo günstiger oder die Werbung weniger aufdringlich.
Status-Nutzung überdenken
Wenn du den WhatsApp-Status ohnehin nicht nutzt, wird dich die Werbung kaum stören. Du kannst den Status-Bereich einfach ignorieren.
Alternative testen
Installiere Signal oder Threema parallel zu WhatsApp. So kannst du Kontakte langsam umgewöhnen, ohne WhatsApp sofort zu löschen.
Chat-Export sichern
Falls du WhatsApp irgendwann verlassen möchtest: Du kannst deine Chatverläufe exportieren. Gehe dazu in die Einstellungen > Chats > Chat exportieren.
Vorteile und Nachteile der Änderung
Mögliche Vorteile
- Chats bleiben werbefrei
- Abo-Option für Werbegegner
- WhatsApp bleibt grundsätzlich kostenlos
- Meta kann WhatsApp weiterentwickeln
Nachteile
- Bruch des ursprünglichen Versprechens
- 48 €/Jahr für werbefreie Nutzung
- Werbung im Status-Bereich
- Möglicherweise mehr Werbung in Zukunft
Häufige Fragen zu WhatsApp Werbung
Die Umstellung soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Ab dann siehst du Werbung im Status-Bereich von WhatsApp.
Die Werbung erscheint nur im Status-Bereich zwischen den Status-Meldungen deiner Kontakte. Private Chats und Gruppenchats bleiben nach aktuellem Stand werbefrei.
Der genaue Preis ist noch nicht offiziell bestätigt. In der Beta-Version wurde ein Preis von rund 4 € pro Monat gesichtet – ob das der finale Preis ist, bleibt abzuwarten. Die Basis-Version mit Werbung soll kostenlos bleiben.
Signal gilt als sicherste Alternative. Der Messenger ist komplett Open Source, wird von einer Non-Profit-Organisation betrieben und bietet standardmäßig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nachrichten.
Leider nicht direkt. Du kannst deine WhatsApp-Chats nur als Textdatei oder per E-Mail exportieren. Ein direkter Import in Signal ist aktuell nicht möglich.
Das kommt auf deine Nutzung an. Wenn du den Status-Bereich kaum nutzt, wirst du die Werbung kaum bemerken. Falls das Abo tatsächlich ~4 €/Monat kostet, wären das ~48 €/Jahr. Dafür könntest du auch Threema (5,99 € einmalig) kaufen und einen werbefinanzierten Dienst komplett vermeiden.
Unser Fazit
Das Wichtigste zusammengefasst
Die WhatsApp-Werbung ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Deine privaten Chats bleiben werbefrei – die Anzeigen erscheinen nur im Status. Wer den Status nicht nutzt, wird kaum etwas bemerken. Wer wirklich wechseln möchte, sollte Signal ausprobieren: kostenlos, werbefrei und sicherer als WhatsApp.
Persönliche Einschätzung der Redaktion
Werbung im Status ist vermutlich erst der Anfang. In einigen Jahren könnten Stück für Stück weitere Bereiche monetarisiert werden – vielleicht Werbung in Kanälen, dann in Gruppenchats, irgendwann womöglich auch in privaten Nachrichten. Meta wird austesten, wie weit sie gehen können.
Die entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir als Nutzer? Solange alle brav weitermachen, hat Meta keinen Grund, etwas zu ändern. Erst wenn eine kritische Masse an Nutzern WhatsApp den Rücken kehrt, könnte das Unternehmen zum Nachdenken kommen. Ob das jemals passiert? Bei 1,5 Milliarden Nutzern weltweit ist das fraglich – aber jeder Wechsel zu Signal oder Threema ist ein kleines Zeichen.


