Der Mobilfunkausbau in Deutschland stockt. Eine aktuelle Analyse unseres Partners Verivox auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur zeigt: 13,3 Prozent der Fläche Deutschlands sind weiterhin unterversorgt – und das Tempo beim Schließen der Netzlücken hat sich nahezu halbiert.
Ausbau-Tempo halbiert
Die Geschwindigkeit, mit der Funklöcher geschlossen werden, ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent eingebrochen. Für 85 Prozent der verbleibenden Funklöcher (über 5.800 km²) gibt es keine konkreten Ausbaupläne für die nächsten 12 Monate.
Grau vs. Weiß – Was bedeutet das?
Nicht jedes Funkloch ist gleich. Die Bundesnetzagentur unterscheidet zwei Kategorien:
- Mindestens ein Anbieter mit 4G/5G
- Nicht alle Netzbetreiber verfügbar
- Eingeschränkte Wahlfreiheit
- Kein modernes Mobilfunknetz
- Maximal 2G (Edge) nutzbar
- Kein mobiles Internet möglich
Bundesländer-Ranking: Wer hat die meisten Funklöcher?
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm. Während Schleswig-Holstein nur 3,8 % unterversorgte Fläche hat, kämpft Hessen mit fast 20 %. Fahre mit der Maus über die Karte oder nutze den Filter, um zwischen grauen und weißen Flecken zu wechseln:
Funklöcher nach Bundesland
| Rang | Bundesland | 2025 | 2024 | Trend |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Hessen | 19,7 % | 20,9 % | ↓ 1,2 |
| 2 | Baden-Württemberg | 19,5 % | 20,7 % | ↓ 1,2 |
| 3 | Rheinland-Pfalz | 18,6 % | 19,9 % | ↓ 1,3 |
| 4 | Bayern | 15,2 % | 16,3 % | ↓ 1,1 |
| 5 | Thüringen | 14,8 % | 15,3 % | ↓ 0,5 |
| 6 | Brandenburg | 12,9 % | 14,2 % | ↓ 1,3 |
| 7 | Saarland | 11,6 % | 12,2 % | ↓ 0,6 |
| 8 | Nordrhein-Westfalen | 10,8 % | 11,3 % | ↓ 0,5 |
| 9 | Sachsen-Anhalt | 10,7 % | 11,0 % | ↓ 0,3 |
| 10 | Mecklenburg-Vorpommern | 10,4 % | 11,3 % | ↓ 0,9 |
| 11 | Niedersachsen | 10,3 % | 11,2 % | ↓ 0,9 |
| 12 | Sachsen | 9,7 % | 10,2 % | ↓ 0,5 |
| 13 | Schleswig-Holstein | 3,8 % | 4,0 % | ↓ 0,2 |
| 14 | Hamburg | 1,3 % | 1,4 % | ↓ 0,1 |
| 15 | Berlin | 0,8 % | 0,8 % | → 0,0 |
| 16 | Bremen | 0,1 % | 0,1 % | → 0,0 |
| Deutschland gesamt | 13,3 % | 14,2 % | ↓ 0,9 | |
| Rang | Bundesland | 2025 | 2024 | Trend |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Rheinland-Pfalz | 3,04 % | 3,61 % | ↓ 0,57 |
| 2 | Thüringen | 2,99 % | 3,27 % | ↓ 0,28 |
| 3 | Bayern | 2,97 % | 3,33 % | ↓ 0,36 |
| 4 | Hessen | 2,89 % | 3,33 % | ↓ 0,44 |
| 5 | Baden-Württemberg | 2,77 % | 3,36 % | ↓ 0,59 |
| 6 | Sachsen-Anhalt | 1,76 % | 1,95 % | ↓ 0,19 |
| 7 | Nordrhein-Westfalen | 1,23 % | 1,45 % | ↓ 0,22 |
| 8 | Brandenburg | 1,17 % | 1,37 % | ↓ 0,20 |
| 9 | Mecklenburg-Vorpommern | 1,12 % | 1,30 % | ↓ 0,18 |
| 10 | Niedersachsen | 1,01 % | 1,12 % | ↓ 0,11 |
| 11 | Saarland | 0,94 % | 1,07 % | ↓ 0,13 |
| 12 | Sachsen | 0,91 % | 0,98 % | ↓ 0,07 |
| 13 | Schleswig-Holstein | 0,15 % | 0,15 % | → 0,00 |
| 14 | Hamburg | 0,01 % | 0,01 % | → 0,00 |
| 15 | Berlin | 0,00 % | 0,00 % | → 0,00 |
| 16 | Bremen | 0,00 % | 0,00 % | → 0,00 |
| Deutschland gesamt | 1,92 % | 2,20 % | ↓ 0,28 | |
Quelle: Verivox auf Basis des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur (Stand: Oktober 2025)
Die 10 schlimmsten Funklöcher Deutschlands
In einigen Gemeinden ist die Situation besonders dramatisch. Hier haben wir kein modernes Mobilfunknetz – teilweise auf über 90 % der Gemeindefläche:
Was fällt auf?
Die schlimmsten Funklöcher liegen vor allem in Rheinland-Pfalz und Bayern. Gemeinsam: bergiges, waldreiches Terrain, das den Mobilfunkausbau erschwert. Viele dieser Gemeinden haben weniger als 100 Einwohner – für Netzbetreiber wirtschaftlich unattraktiv.
Warum geht der Ausbau so langsam?
Die Gründe für den stockenden Mobilfunkausbau sind vielfältig:
Wie ist die Entwicklung über die Jahre?
Immerhin: Es geht langsam voran. Aber das Tempo hat sich deutlich verlangsamt:
Ausblick: Was planen die Netzbetreiber?
Trotz der ernüchternden Zahlen gibt es Hoffnung. Die großen Netzbetreiber haben ambitionierte Pläne für 2026 angekündigt:
- 4.300 Stationen neu mit 5G ausstatten
- Haushaltsabdeckung mit 5G auf 96 % steigern
- Fokus auf ländliche Regionen
- Weiterer 5G-Ausbau geplant
- Schließung von LTE-Lücken
- Bereits beste Netzabdeckung
- Ausbau des 5G-Netzes
- Fokus auf Ballungsräume
- Verbesserung Indoor-Versorgung
Was kannst du tun?
Lebst du in einem Funkloch? Diese Optionen hast du:
Netzabdeckung prüfen
Vor einem Vertragsabschluss die Netzabdeckung an deinem Wohnort bei allen Anbietern checken. Die Karten findest du auf den Webseiten der Netzbetreiber.
Anbieter vergleichen
In grauen Flecken hat oft nur ein Anbieter guten Empfang. Vergleiche die Tarife bei Verivox und wähle den Anbieter mit der besten Abdeckung vor Ort.
Funkloch melden
Melde Funklöcher bei der Bundesnetzagentur über die Breitbandmessung-App. Je mehr Meldungen, desto höher der Druck auf die Netzbetreiber.
WLAN-Calling nutzen
Viele Smartphones unterstützen Telefonie über WLAN. So kannst du zu Hause auch ohne Mobilfunknetz telefonieren – sofern Festnetz-Internet verfügbar ist.
Offizielle Links der Bundesnetzagentur
- Breitbandmessung-App – Internetgeschwindigkeit messen & Funklöcher melden
- Mobilfunk-Monitoring – Offizielle Netzabdeckungsdaten einsehen
- Funkloch-Melder App – Funklöcher per Smartphone-App melden
Handytarife vergleichen bei Verivox
Finde den besten Tarif für deinen Standort – mit dem Tarifvergleich unseres Partners Verivox.
Jetzt Tarife vergleichen →Netzabdeckung der Anbieter prüfen
Du willst wissen, welcher Anbieter an deinem Standort das beste Netz hat? Hier findest du die Netzabdeckungskarten aller deutschen Mobilfunkanbieter:
Netzabdeckung Deutschland
Alle Netze im Überblick vergleichen
Vodafone Netzabdeckung
4G/5G-Abdeckung im Vodafone-Netz
o2 Netzabdeckung
4G/5G-Abdeckung im o2-Netz
1&1 Netzabdeckung
Das neue 1&1-Netz im Check
Häufige Fragen
Ein weißer Fleck ist ein Gebiet, in dem kein Netzbetreiber 4G oder 5G anbietet. Dort ist maximal das veraltete 2G-Netz (Edge) verfügbar – mobiles Internet ist praktisch nicht nutzbar.
Ein grauer Fleck ist ein Gebiet, in dem mindestens ein, aber nicht alle Netzbetreiber 4G oder 5G anbieten. Hier hast du eingeschränkte Wahlfreiheit beim Anbieter.
Schleswig-Holstein hat mit nur 3,8 % unterversorgter Fläche die beste Mobilfunkabdeckung unter den Flächenländern. Die flache Topografie und effiziente Genehmigungsverfahren helfen. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen haben nahezu keine Funklöcher.
Hessen ist mit 19,7 % unterversorgter Fläche das Schlusslicht. Das bergige, waldreiche Terrain erschwert den Mobilfunkausbau erheblich. Ähnlich schlecht sieht es in Baden-Württemberg (19,5 %) und Rheinland-Pfalz (18,6 %) aus.
Die Daten basieren auf dem Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur (Stand: Oktober 2025) und wurden von Verivox ausgewertet. Die Angaben basieren auf Daten der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und o2/Telefónica.
Quelle: Verivox-Analyse auf Basis des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur (Stand: Oktober 2025). Daten der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und o2/Telefónica.


