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Nach über 20 Jahren Wartezeit ist es endlich soweit: Google erlaubt Gmail-Nutzern, ihre E-Mail-Adresse zu ändern – und zwar ohne Datenverlust. Alle E-Mails, Kontakte, Drive-Dateien und gekaufte Apps bleiben erhalten.
Endlich: Gmail-Adresse ändern möglich
Seit April 2004 gibt es Gmail – und genauso lange warten Nutzer auf diese Funktion. Wer sich damals mit „coolesgamer2004@gmail.com“ angemeldet hat, musste bisher damit leben. Das ändert sich jetzt.
Google rollt die neue Funktion schrittweise aus. Bei über 2,5 Milliarden aktiven Konten kann es bis Frühjahr 2026 dauern, bis alle Nutzer Zugang haben.
Das bleibt alles erhalten
- Alle E-Mails und Anhänge
- Google Drive-Dateien
- Kalender und Termine
- Gekaufte Apps im Play Store
- YouTube-Abos und -Verlauf
- Kontakte und Notizen
So funktioniert der Wechsel
Die Änderung läuft über die Google-Kontoeinstellungen. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Google-Konto öffnen
Gehe zu myaccount.google.com und melde dich an.
Persönliche Daten aufrufen
Klicke links auf „Persönliche Daten“.
E-Mail-Adresse bearbeiten
Wähle „E-Mail“ → „E-Mail-Adresse für das Google-Konto ändern“.
Neue Adresse eingeben
Wähle eine neue @gmail.com-Adresse und bestätige den Wechsel.
Noch nicht verfügbar?
Die Funktion wird schrittweise ausgerollt. Wenn du die Option noch nicht siehst, warte einige Wochen. Google verteilt das Feature nach und nach an alle 2,5 Milliarden Konten.
Was passiert mit der alten Adresse?
Das Clevere an Googles Lösung: Die alte E-Mail-Adresse wird nicht gelöscht, sondern in einen permanenten Alias umgewandelt.
Einschränkungen: Das solltest du wissen
Die neue Funktion hat einige wichtige Limits:
Das funktioniert
- Neue @gmail.com-Adresse wählen
- Jederzeit zurückwechseln
- Mit beiden Adressen einloggen
- Alle Daten bleiben erhalten
Einschränkungen
- 12 Monate Sperre: Nach dem Wechsel kannst du 12 Monate lang keine weitere @gmail.com-Adresse erstellen
- Neue Adresse fix: Die neue Adresse lässt sich nicht löschen
- Kein Workspace: Geschäftskonten (Google Workspace) sind ausgeschlossen
Wichtig: Gut überlegen!
Nach dem Wechsel kannst du 12 Monate lang keine neue Gmail-Adresse für dein Konto erstellen. Wähle deine neue Adresse also mit Bedacht – sie sollte auch in ein paar Jahren noch passen.
Warum hat das so lange gedauert?
Microsoft Outlook bietet Alias-Funktionen schon seit Jahren. Google hinkte hier lange hinterher. Mögliche Gründe:
- Sicherheit: Die Alias-Funktion musste missbrauchssicher implementiert werden
- Skalierung: Bei 2,5 Milliarden Konten ist jede Änderung komplex
- Verknüpfungen: Gmail ist mit vielen Google-Diensten verzahnt (Drive, YouTube, Play Store)
Besser spät als nie – für viele Nutzer mit peinlichen E-Mail-Adressen aus Teenager-Zeiten ist das eine willkommene Nachricht.
Häufige Fragen zur Gmail-Adressänderung
Nein, alle E-Mails, Kontakte, Dateien in Google Drive, Kalender-Einträge und gekaufte Apps bleiben vollständig erhalten. Du wechselst nur die Adresse, nicht das Konto.
Nein. Deine alte Adresse wird zu einem permanenten Alias und bleibt für immer mit deinem Konto verknüpft. Niemand sonst kann diese Adresse verwenden.
Ja, du kannst jederzeit zurück zu deiner ursprünglichen E-Mail-Adresse wechseln. Beachte aber: Danach musst du 12 Monate warten, bevor du erneut eine @gmail.com-Adresse ändern kannst.
Nein, die Funktion ist derzeit nur für private Gmail-Konten verfügbar. Bei Google Workspace (Geschäftskonten) behalten die Administratoren die Kontrolle über E-Mail-Adressen.
Google rollt das Feature schrittweise aus. Bei 2,5 Milliarden aktiven Konten kann das bis Frühjahr 2026 dauern. Wenn du die Option unter „Persönliche Daten“ → „E-Mail“ noch nicht siehst, warte einige Wochen und prüfe erneut.

