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Netzabdeckung in Deutschland: So vergleichst du Telekom, Vodafone, o2 & 1&1
Die offizielle Netzkarte der Bundesnetzagentur zeigt dir, welches Netz an deinem Standort am besten ist
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) stellt seit Oktober 2020 eine einheitliche Mobilfunk-Karte bereit, mit der du die Netzabdeckung aller deutschen Netzbetreiber vergleichen kannst. Im sogenannten Mobilfunk-Monitoring fließen alle relevanten Daten zu 2G, 4G (LTE) und 5G zusammen – inklusive dem vierten Netz von 1&1.
Ob du einen neuen Handyvertrag abschließen möchtest oder wissen willst, welches Netz an deinem Wohnort am besten funktioniert: Die Netzkarte der Bundesnetzagentur ist deine erste Anlaufstelle für objektive, unabhängige Daten.
Netzkarten im Überblick
5G-Ausbau: Die Entwicklung seit 2022
Der 5G-Netzausbau in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Im Januar 2022 waren erst 57,4 Prozent der Bundesfläche mit 5G versorgt. Heute sind es bereits 94,6 Prozent – ein beachtlicher Fortschritt.
Zusammen mit LTE erreicht die Mobilfunkversorgung mittlerweile 98 Prozent der Bundesfläche. Nur noch rund 1,9 Prozent entfallen auf sogenannte „weiße Flecken“ – Gebiete also, in denen es nach wie vor kein öffentliches Mobilfunknetz gibt.
Die Grafik zeigt die Flächenabdeckung in Deutschland durch mindestens einen Mobilfunkanbieter.
Die vier Netzbetreiber im Vergleich
In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetzbetreiber: Telekom, Vodafone, o2 (Telefónica) und seit 2023 auch 1&1. Jedes Netz hat seine Stärken und Schwächen – und die Abdeckung variiert je nach Standort erheblich.
1&1 betreibt seit dem 08.12.2023 ein eigenes öffentliches Mobilfunknetz. Da der Ausbau noch am Anfang steht (aktuell 1,4% Flächenabdeckung), nutzen 1&1-Kunden in nicht versorgten Gebieten das Vodafone-Netz per National Roaming. Im Jahr 2024 wechselte 1&1 seinen National-Roaming-Partner von vormals Telefónica zu Vodafone. Die Mobilfunk-Monitoring-Karte zeigt seit März 2025 das National-Roaming-Netz von Vodafone schraffiert und in einer transparenteren Farbe im Vergleich zum eigenen Netz der 1&1.
Flächenabdeckung vs. Haushaltsabdeckung
Bei der Netzabdeckung gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Bundesnetzagentur misst die Flächenabdeckung, also welcher Prozentsatz der Landesfläche versorgt ist. Die Netzbetreiber hingegen werben meist mit der Haushaltsabdeckung – also wie viele Haushalte erreicht werden.
Prozent der gesamten Landesfläche Deutschlands, die mit mindestens einem 5G-Netz versorgt ist.
Quelle: BundesnetzagenturProzent der deutschen Haushalte, die von den Netzbetreibern mit 5G oder LTE erreicht werden.
Quelle: Netzbetreiber-AngabenDer Grund für den Unterschied: Die meisten Menschen leben in gut versorgten städtischen Gebieten. Die unversorgten „weißen Flecken“ befinden sich hauptsächlich in dünn besiedelten ländlichen Regionen. Deshalb liegt die Haushaltsabdeckung immer höher als die Flächenabdeckung.
Neues Messverfahren seit Juli 2025
Die Bundesnetzagentur hat im Sommer 2025 ihr Messverfahren grundlegend überarbeitet. Statt nur die Signalstärke zu messen, werden jetzt Datenraten und die Zuverlässigkeit der Sprachtelefonie erfasst – also das, was für dich als Nutzer wirklich zählt.
- Messung der Signalstärke
- Scanner-Fahrzeuge
- Nur Straßen erfasst
- Keine Nutzer-Perspektive
- Datenraten-Messung
- 8 echte Smartphones
- Auch Innenräume geplant
- Nutzer-Perspektive im Fokus
Funklöcher und unterversorgte Gebiete finden
Die Netzkarte der Bundesnetzagentur zeigt nicht nur, wo es guten Empfang gibt. Mit dem Filter „Ausbaudefizit“ kannst du gezielt Gebiete mit schlechter oder gar keiner Versorgung anzeigen lassen.
Die Bundesnetzagentur unterscheidet dabei zwischen:
EMF-Karte: Mobilfunk-Sendeanlagen in deiner Nähe
Die Bundesnetzagentur betreibt neben der Netzabdeckungskarte auch eine EMF-Datenbank (Elektromagnetische Felder). Hier kannst du sehen, wo genau Mobilfunkmasten und Sendeanlagen in deiner Umgebung stehen – inklusive Informationen zu Frequenzen und Sendeleistung.
Was zeigt die EMF-Karte?
- Standorte aller Mobilfunkmasten
- Frequenzbereiche (700 MHz bis 3,6 GHz)
- Sendeleistung in Watt
- Betreiber der Anlage
- Sicherheitsabstände zu Wohngebäuden
5G-Frequenzbänder in Deutschland
5G nutzt in Deutschland verschiedene Frequenzbereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften. Niedrige Frequenzen haben eine größere Reichweite, während hohe Frequenzen mehr Geschwindigkeit bieten.
Mobilfunk-Infrastruktur in Zahlen
Geschwindigkeitsvergleich: 2G vs. 4G vs. 5G
Netzkarten der einzelnen Anbieter
Neben der offiziellen Karte der Bundesnetzagentur bieten auch die Netzbetreiber selbst Netzabdeckungskarten an. Diese sind oft detaillierter, aber natürlich nicht unabhängig. Am besten vergleichst du mehrere Quellen:
Welches Netz ist das beste für dich?
Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Das beste Netz ist immer das, das an deinem Standort am besten funktioniert. In Großstädten sind die Unterschiede zwischen Telekom, Vodafone und o2 meist gering. Auf dem Land kann die Wahl des Netzes jedoch einen großen Unterschied machen.
Übersicht: Netzbetreiber und ihre Marken
Nicht jeder Mobilfunkanbieter betreibt ein eigenes Netz. Die meisten Marken wie congstar, klarmobil oder winSIM nutzen die Netze der großen Betreiber. Hier eine Übersicht:
| Netzbetreiber | Marken (Auswahl) | 5G verfügbar? |
|---|---|---|
| Telekom | congstar, fraenk, ja! mobil, EDEKA smart | Teilweise (tarifabhängig) |
| Vodafone | otelo, LIDL Connect, freenet (Vodafone-Tarife) | Teilweise (tarifabhängig) |
| o2 / Telefónica | Blau, Ay Yildiz, Fonic, ALDI TALK | Ja (bei den meisten) |
| 1&1 | 1&1 (eigene Tarife) | Ja + Vodafone-Roaming |
Hinweis: Drillisch-Marken wie winSIM, PremiumSIM, smartmobil oder sim.de nutzen das o2-Netz. klarmobil und mobilcom-debitel gehören zu freenet und bieten Tarife in allen drei großen Netzen an.
2G-Abschaltung: Wann steht GSM vor dem Aus?
Die Netzbetreiber planen, das alte 2G-Netz (GSM) in den kommenden Jahren abzuschalten, um Frequenzen für modernere Technologien freizumachen. Hier ein Überblick über die geplanten Termine:
Alle drei großen Netzbetreiber haben UMTS/3G bereits vollständig abgeschaltet.
Vodafone plant die 2G-Abschaltung für Ende 2028. Telekom und o2 haben noch keine konkreten Termine genannt.
Nach der 2G-Abschaltung werden nur noch LTE und 5G-Netze betrieben.
Wenn du noch ein sehr altes Handy ohne LTE-Unterstützung nutzt, solltest du dir rechtzeitig ein neues Gerät zulegen. Alle modernen Smartphones (ab ca. 2012) unterstützen mindestens LTE und sind von der 2G-Abschaltung nicht betroffen.
Kein Netz? Diese Tipps helfen!
Auch in Gebieten mit grundsätzlich guter Netzabdeckung kann es zu Empfangsproblemen kommen. Hier sind einige Tipps, die helfen können:
Schalte den Flugmodus für 10 Sekunden ein und wieder aus. Das Handy sucht dann erneut nach dem stärksten Signal.
In den Einstellungen kannst du das Netz manuell auswählen, statt automatisch das stärkste zu nutzen.
Mit VoWiFi (Voice over WiFi) kannst du über WLAN telefonieren, wenn das Mobilfunknetz schwach ist.
Dicke Wände oder Kellerräume blockieren das Signal. Geh ans Fenster oder nach draußen.
Weiterführende Artikel
Nutze die offizielle Netzkarte der Bundesnetzagentur, um die Mobilfunkversorgung an deinem Standort zu prüfen. Vergleiche Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 auf einen Blick.
Zur Netzkarte der Bundesnetzagentur →Häufige Fragen zur Netzabdeckung
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